Hanfpalmen an der Kurpromenade von Meran - sie vertragen etwa -16°C!
Der faszinierende Gartensport, die Frosthärte einzelner Arten auszureizen, beschert auf der einen Seite gute Verkaufsargumente (kein Winterquartier nötig!), fordert jedoch extrem gutes Detailwissen. Wer sich in dieses Thema vertieft - und das gilt für mehr Gartenliebhaber, als man denkt - kommt irgendwann um englische Fachliteratur nicht herum. Wichtigste Quellen sind die Jahrbücher der 'Royal Horticultural Society' und das ´Manual of Trees and Shrubs' von Hillier.
Neben den Zahlenkolonnen der individuellen Frosthärte sind einige Faustregeln wichtig: Gute Drainage (Pflanzgrube entsprechend vorbereiten), Auspflanzen möglichst im Frühjahr und Frostschutz durch Anhäufeln im Herbst. Wichtig ist auch die Kenntnis des örtlichen Klimas - ein offenes Auge für die ausgepflanzten Exemplare in Gärten der Umgebung liefert die Anhaltspunkte. Dominierend ist der maritime Einfluß im nördlichen Deutschland - hier sind die Winter milder, Frostschäden durch absolute Tiefstwerte seltener. Häufiger kommen diese in Weinbaugegenden vor, dafür reifen hier die Pflanzen aufgrund des meist heißeren Sommers und trockeneren Herbstes wesentlich besser aus.