Albizia julibrissin ´Rosea´
Kleine bis mittelgroße laubabwerfende Bäume mit feingefiedertem Laub. Zahlreiche rosa, pinselartige, duftende Blüten im Sommer. Ausgezeichneter Baum für große Solaranbauten.
Pflege: Ausreichend Licht, reichliche Düngung und Bewässerung während des Hauptwachstums und ein ziemlich trockener Stand im Winter - mehr brauchen Albizia nicht. Sie lassen sich recht gut schneiden, ein Erziehungsschnitt in der Jugend ist meist angebracht. Später wird man nur noch im Winter zu lange Jahrestriebe zurücknehmen.
Mein Tipp: Wunderbare Exemplare von Albizia julibrissin finden sich in wintermilden Gegenden Deutschlands und der Schweiz: Unvergessen die filigranen Tuffs im Palmengarten Frankfurt, aber sogar im Botanischen Garten München hält seit Jahren ein Exemplar ausgepflanzt den kontinentaleren bayerischen Wintern stand.
Allamanda cathartica
Die Triebspitzen dieser Kletterpflanze sollten herunterhängen können, sonst blüht sie schlecht. Nahezu ganzjährig erscheinen die bis 8 cm breiten Blüten. Zimmerwarm überwintern.
Mein Tipp: Keinesfalls in Übertöpfen stehen lassen. Dort übersieht man ein Zuviel an Wasser leicht, was die Wurzeln von Allamanda rasch übelnehmen können.
Allium aflatunense 'Purple Sensation'
Eine fast unverzichtbare Zutat moderner Gärten: Zierlauch. Diese Form blüht früh und ist recht stabil, winterhart.
Allium sphaerocephalon
Eher klein blühender Zierlauch, dessen rot-violette Farbtönung hervorragend zu silbrigem Laub - z.B. von Pyrus salicifolius oder Stachys - passt. Winterhart.
Mein Rat: Diese Sorte sämt sich recht gut aus, ohne lästig zu werden. Also aufgepasst beim Ausgrasen!
Aloe barbadensis (Aloe vera)
Eine phantastische Pflanze für die biologische Hausapotheke: Die Blätter können - auch in kleine Teilabschnitten - zur Hautbehandlung frisch geerntet werden. Hilft bei der Wundheilung.
Standort und Verwendung: Am besten in voller Sonne, passt diese Aloe hervorragend in Halbwüstenstimmungen. Aber auch solitär stehend gewinnt sie als Kübelpflanze viel Aufmerksamkeit.
Pflege: Ab und zu werden alte, unschöne Blätter so weit unten wie möglich entfernt. Umtopfen erst dann, wenn das Wurzelwerk droht, den Topf zu sprengen.
Überwinterung: Mindestens frostfrei, besser um 10°C. Bei genügend Licht auch als Zimmerpflanze, hervorragend beispielsweise auf der Fensterbank.
Mein Rat: Abweichend von den meisten anderen Kübelpflanzen sollte Aloe vera in einer sehr armen, gut drainierten Erde wachsen. Sehr gut geeignet: Kakteenerden.
Bemerkungen: Unvergesslich, wie sich der jüngste Sohn Julius auf dem schwarzen Lavasand La Palmas einen veritablen Sonnenbrand geholt hatte. Ein befreundeter Gärtner eilte zu seiner Aloe vera Pflanze, schnitt mit seinem stets paraten Taschenmesser ein Blatt der Länge nach ein und bestrich mit dem austretenden Gel den kompletten Rücken des Buben. Und so können wir auch unsere Kübelpflanze nutzen: Stets bereit, auch kleinere Blattstücke können einfach frisch geerntet werden.
Aloysia citriodora
Könnte mit diesem Namen fast eine bayerische Pflanze sein - kommt jedoch aus Argentinien und Chile. Meist ist sie jedoch unter dem älteren Namen Lippia bekannt.
Sie ist mir nach Petersilie und Schnittlauch eine der wichtigsten Pflanzen: Fast jeden Abend hole ich mir ein Zweiglein für den köstlich aromatischen Tee, frisch aufgebrüht übertrifft er alle getrockneten Varianten. Einfach zu halten, raschwüchsig, erträgt geringe Frostgrade.
Alpinia zerumbet
Diese ostasiatische Art stellt an die Temperatur wesentlich geringere Ansprüche als A. purpurata, als Minimum gelten 7 °C. Ihr hängender Blütenstand wird bis 40 cm lang, die Blüten weiß, rosa überhaucht, erinnern tatsächlich an eine typische Porzellanfarbe. Auch der Muschelingwer blüht ab Sommer, wobei, wie bei allen Bananenverwandten, die Blütezeit wohl weitgehend von der Wärmesumme abhängig ist. Bis zur Vollblüte dauert es einige Jahre. Diese Art bildet in den Tropen, beispielsweise in Cuba, üppige Bestände.
Meine Beobachtung: Leider blühen in unseren Gewächshäusern Alpinia meist gar nicht - das äußerst dekorative Blatt macht sie jedoch auch so zu Schmuckstücken.
Alpinia zerumbet ´Variegata´
Gelbbunt panaschierte Form, die niedriger als die Art bleibt. Blüht ab Sommer, wobei die Blütezeit weitgehend von der Wärmesumme abhängig ist. Bis zur Vollblüte dauert es Jahre. Lauwarm bis warm.
Anemone x japonica 'Honorine Jobert'
Meine Spätsommerliebe: Die makellos weiß blühende Herbstanemone. Bis knapp mannshoch, reich blühend, anspruchslos, sonnige bis absonnige Lagen.
Annona cherimola
Eine der besten Früchte weltweit! Man schneidet sie in zwei Hälften und löffelt sie aus. Nebenstehende Aufnahme stammt von einem Obststand auf Madeira.
Pflege: Anspruchsloser kleiner Baum, der im Winter mindestens lauwarm stehen sollte. Etwa jedes zweite oder dritte Jahr ist ein Rückschnitt angebracht, wenn die Pflanze auf Zimmerhöhe gehalten werden soll.
Mein Tipp: Geduld haben - bis zur ersten Frucht dauert es meist einige Jahre.
Araujia sericifera
Die Geschichte von den grausamen Blüten: Spannend vor allem für Kinder – die erstaunlicherweise meist nicht sonderlich nicht erschreckt, sondern eher wie durch eines der Grimms Märchen mit wohligem Schauer berührt wirken. Nachtschmetterlinge fliegen zu den süß duftenden Blüten und werden dort am Rüssel festgehalten. Erst nach Tagesanbruch und viel Gezappel werden sie wieder frei gelassen.
Etwa 2 cm breite weiße oder rosa Glockenblüten duften angenehm und erscheinen im Sommer und Herbst.
Die Früchte gleichen in Größe und Form einer Gemüsepaprika, stumpfgrün, mit vielen, mit einem löwenzahnähnlichen Flugapparat versehenen Samen.
Diese brasilianische Art braucht volle Sonne und kann unter optimalen Bedingungen in einer Vegetationsperiode Triebe von 6-10 m Länge machen.
Pflege: Radikaler Rückschnitt etwa ein- bis zweimal jährlich.
Überwinterung: Ohne weiteres im Kalthaus möglich, wobei auch wärmere Temperaturen gut ertragen werden.
Stärken: Der köstlich süße Duft der Blüten – passend vor allem für den abendlich genutzten Garten.
Schwächen: Durch das rasche Wachstum auch rascher Stoffumsatz – die Blätter werden nicht sonderlich alt. Entsprechend viel Falllaub muss weggeräumt werden.
Mein Rat: Man sollte die Früchte vor dem Aufplatzen entfernen, Gefahr des Aussamens (Unkraut!).
Bemerkungen: Die Pflanze führt Milchsaft – beim Schneiden also entweder Zeitungen unterlegen oder draußen im Garten schneiden. Ein altes T-Shirt hilft, unschöne Flecken schadlos zu machen.
Arbutus unedo
Besonders wirkungsvoll ist der Erdbeerbaum, wenn er im Herbst, zu Beginn der Blütezeit, über und über mit seinen 2 cm dicken, halbreif zitronengelben und vollreif roten Früchten bedeckt ist. Diese sind zwar genießbar, schmecken aber - ganz im Gegensatz zu dem besonders in Portugal aus ihnen bereiteten Likör - nach nichts.
Als Kübelpflanze verwendet, sollte man diese Art nicht solitär an windexponierten Orten aufstellen. Wohl deshalb wächst Arbutus unedo im lichten Schatten üppiger als in der vollen Sonne. Ausgepflanzt hält er Temperaturen bis -10 °C schadlos aus. Für kühle Wintergärten mit Mediterrantouch ist der Erdbeerbaum ein 'Muß'.
Meine Beobachtung: In manchen Jahren setzen Arbutus keine oder nur sehr wenige Früchte an. Warum? Wenn es nicht daran liegt, dass die winterlich hohe Luftfeucht den Grauschimmel fördert und die jungen Früchte vernichtet, kann es oft sein, dass zur Blütezeit die passenden Insekten zur Bestäubung fehlen. Ersteres kann man ändern – durch Lüften bzw. mit Pilzbekämpfungsmitteln -, gegen letzteres ist man machtlos. Da hilft nur das Warten auf das nächste, hoffentlich bessere Jahr.
Arbutus unedo 'Compacta Atlantic'
Zwergform des berühmten Erdbeerbaumes - wunderbar aussehende, aber nur mäßig schmeckende mehlige Früchte. Schnittmaßnahmen überflüssig! Kalt bis kühl überwintern.
Archontophoenix alexandrae
Warmhauspalme aus dem tropischen Australien, die stets "aufgeräumt" wirkt. Die Fiederblätter können bis 1 m lang werden.
Aristolochia littoralis
Dieser rasch 10 m erreichende immergrüne Schlinger Mittelamerikas darf keineswegs mit der ähnlichen, aus derselben Region stammenden A. grandiflora verwechselt werden, letztere stinkt fürchterlich. Sie hat annähernd dreieckige Blätter, bis 15 cm breit und ebenso lang, oberseits tief grün und unterseits weißfilzig. Der Blütenkelch ist außen weiß mit purpur Aderung, im Inneren tief kastanienbraun mit weißen und cremefarbenen Flecken. Während des Sommerhalbjahres kann diese Art mehrere Blütenschübe machen. Wohl die exotischste Blüte für lauwarme oder warme Wintergärten und helle Zimmer.