Caesalpinia gilliesii
Ohne Blüten eher räudig wirkend, lehren einen die Blüten des Paradiesvogelstrauches das Staunen: Ein riesiger Blütenstand, gelbe Blüten mit lange herausragenden roten Staubfäden – eine Augenweide.
Sie brauchen volle Sonne und sind empfindlich gegen Staunässe im Winter. C. gilliesii ist eine robuste, wenig verzweigte, laubabwerfende Art.
Pflege: Reichliche Düngung und Bewässerung im Sommer, sehr sparsame Versorgung im Winter. Um zu gut aufgebauten Pflanzen zu kommen, sollten Jungpflanzen mehrfach entspitzt werden, ältere Pflanzen schneidet man nach der Blüte stark zurück. Unterlässt man dies, wachsen die Pflanzen oft unverzweigt, entsprechend mager ist der Flor.
Überwinterung: Kalt, leichte Fröste werden gut vertragen. Notfalls auch dunkel – die Pflanze ist im Winter laublos.
Bemerkungen: Wer viel Mut und klimatisch Glück hat, kann es auch mit Auspflanzen probieren: In der Nähe von Padua – dort wird es immer wieder mal unter -10°C kalt – habe ich wunderschöne Exemplare in den Vorgärten gesehen.
Calamagrostis brachytricha
Sonnig bis halbschattig- in der Sonne wächst es eher aufrecht, im Halbschatten etwas überhängend. Auf beinahe jedem Boden, solange er feucht und nährstoffreich ist. Schön in Blüten-Sträußen.
Calamagrostis x acutiflora 'Karl Foerster'
Ein Klassiker aus der Hand des legendären Karl Försters: Aufrechtes Ziergras für den vollsonnigen Bereich. Schlanke Rispen, Blütenfarbe bräunlich, Blütezeit Juli bis August, Höhe ca. 100/150 cm.
Calliandra portoricensis
Wie gigantische Schneeflocken scheinen die duftenden, bis 5 cm breiten zarten Blütenköpfchen über dem feinen, akazienartigen Laub zu schweben.
Die Hauptblütezeit dieses immergrünen, etwas steifen Strauchs mit trichterförmigem Wuchs ist vom Frühjahr bis zum Herbst, setzt aber auch im Winter nicht aus.
Man kann ihn gut als Stamm ziehen. C. portoricensis erträgt auch über längere Zeit niedere Temperaturen, aber keinen Frost.
Ungewöhnlich hoher Wasserbedarf, wie so oft bei fiederblättrigen Pflanzen zu beobachten.
Calliandra selloi
Typisch für diese Calliandra-Art ist die jährlich mehrfache schubweise Blüte. Die Köpfchen an einem Trieb entwickeln sich parallel, innerhalb weniger Tage steht der ganze Trieb in Blüte. Der Nachteil dabei: Auf einen Schlag sind dann auch wieder alle verblüht und müssen heraus gezupft werden - ein Grund, warum wir sie nicht mehr vermehren und als kleine Pflanze anbieten.
Überwinterung lauwarm bis warm.
Calliandra tweedii
Freiwachsend entwickelt dieser elegante brasilianische Busch eine überaus malerische Struktur, die dünnen, biegsamen Seitentriebe hängen kaskadenartig über. Die Blütenköpfchen erscheinen praktisch ganzjährig, werden nur im späten Frühjahr und Frühsommer von starkem Triebwachstum überlagert. Die Staubfadenbüschel sind karmesinrot und bis 7 cm breit.
Pflege: Da sie zu breit ausladendem, sparrigem Wuchs neigen, sollte man sie aufbinden und gelegentlich kräftig zurückschneiden. Wenn man im Sommer einzelne Triebe auf Stummel schneidet, bleibt sie von unten dicht.
Überwinterung: Lauwarmhaus – wobei sie auch ganz zimmerwarm stehen können. Kalte Überwinterung geht ebenso: Ich habe in römischen Baumschulen Pflanzen im Freiland gesehen, die im Winter -3°C ertrugen, dann völlig laubabwerfend sind und im März schon wieder schöne Austriebe zeigten.
Stärken: Graziler Wuchs und bezaubernde Blüten, keine Schädlinge und universell einsetzbar.
Schwächen: Das Rieseln der feinen Teilblättchen stört ordnungsliebende Pflanzenfreunde.
Mein Rat: Einer reichen Blüte förderlich ist ein sommerlicher Platz im Freien, im UV-Licht. Leider öffnen sich dann die Fiederblättchen bei zu geringer Luftfeuchte oft nicht mehr.
Bemerkungen: Eine meiner Top-Ten Empfehlungen für gelungene Wintergarten-Begrünungen.
Callistemon citrinus ´Masotii´
Die typischen langen, meist feuerroten Staubfadenbündel symbolisieren ferne Kontinente – hier Australien.
Beschreibung: Die häufige, sehr vielgestaltige Art C. citrinus erhielt ihren Namen nach den Blättern, die beim Zerreiben leicht nach Zitronen duften. Sie sind recht steif, schmal lanzettlich und bis 7 cm lang, im Habitus ziemlich variabel und oft überhängend.
Angeboten werden heute meist Hybriden, hier die Sorte ´Masotii´, die schmaleres Laub hat und fast durchblüht.
Die Blüten stehen in zylindrischen Blütenständen am Ende der Triebe, besonders auffallend sind die langen roten Staubfäden. Der typisch flaschenbürstenartigen
Anordnung der Blüten verdanken diese Sträucher ihren Namen.
Gerade frostfrei überwintert, blüht diese Art zwischen dem späten Frühjahr und dem Hochsommer; im warmen Wintergarten gehalten, kann die Blüte bereits im Winter einsetzen.
Standort: Volle Sonne, Hitze ist kein Problem.
Pflege: Sie lassen sich gut schneiden, allerdings ist das bei dieser kompakten Sorte kaum nötig. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte ist allerdings anzuraten, sonst schwächt der Samenansatz die Blüte im Folgejahr.
Überwinterung: Alle Callistemon vertragen ohne Weiteres ein paar Grad Frost. Als Kübelpflanzen müssen sie hell überwintert werden und möglichst kühl stehen.
Besonderheiten/Tipps: Ganz wichtig ist, auch im Winter ausreichend zu gießen. Viele Ausfälle beruhen auf den – bei den meisten anderen Pflanzen angebrachten – sparsamen Wassergaben in den Wintermonaten.
Callistemon citrinus ´Splendens´
Als robuste Vertreter der Australflora sind die Zylinderputzer als sommerblühende Kübelpflanzen bestens bekannt. Es soll zwar nur 25 Arten geben, in Anbetracht der zahlreichen Formen, Sorten und Hybriden sind jedoch auch Fachleute mit der Zuordnung oft überfordert, zumal in nicht blühendem Zustand.
Alle Callistemon haben zylindrische bis breit lanzettliche lederige Blätter, im Austrieb oft kupferbraun, und typische end- oder achselständige flaschenbürstenähnliche Blütenstände, die nur aus Staubfadenbüscheln zu bestehen scheinen - rot bei dieser angebotenen Arten.
Alle Zylinderputzer vertragen auch über längere Zeit niedere Temperaturen, und wenn sie nicht gerade im Austrieb sind, sogar ein paar Grad Frost.
Kultivierung: Am besten wachsen Zylinderputzer in einem leicht sauren Torf/Ton - Standardsubstrat bei reichlicher Düngung und Bewässerung im Sommer und an einem sonnigen Standort.
Sie vertragen jeden Schnitt, für dichte Büsche nimmt man in Baumschulen die Heckenschere, ein Hinweis, daß sich zumindest einige Arten auch zum Formgehölz eignen.
Die Sorte ´Splendens´ zeichnet sich - neben der überragend dichten Hauptblüte im Frühjahr - durch eine schöne Nachblüte im Spätsommer aus.
Callistemon ´Bright Pink´
Diese Sorte blüht in einem leuchtenden, leicht lilafarbenen Pink. Reichliche Düngung und Bewässerung im Sommer, sonniger Standort. Verträgt jeden Schnitt. Überwinterung kühl und hell.
Callistemon ´Little John´
Wunderbare Kompaktsorte, die niemals zu groß wird. In Mediterrangärten im Süden eine der besten Beetpflanzen. Reiche Blüte, Sonnenhunger, Durst.
Überwinterung kühl und hell, viel Wasser.
Camellia japonica in Sorten
Eine äußerst robuste Pflanze, sofern man ihre Ansprüche ans Winterquartier erfüllen kann: kühl und hell.
Die legendäre Pillnitzer Kamelie, die im Winter mit einem fahrbaren Gewächshaus geschützt wird, hat mittlerweile eine Höhe von etwa 8,60 m erreicht. Aber keine Angst: Kamelien wachsen sehr langsam und lassen sich gut scheiden!
Die glänzend dunkelgrünen Blätter sind immergrün und werden bis 8 cm lang.
Die Blüten erscheinen im Spätwinter und Frühjahr. Die Sorten haben ein Spektrum von der einfachen bis zur vollständig gefüllten Blüte, Durchmesser bis 15 cm, alle Farbtöne im Spektrum Rot – Rosa – Weiß.
Standort: Halbschattig, im Freien windgeschützt. In wintermilden, vor allem in maritimen Gegenden bestehen an kleinklimatisch geschützten Stellen gute Erfolgschancen für einen Auspflanzversuch.
Pflege: Kamelien haben ähnliche Ansprüche wie Rhododendren: möglichst torfreichen Boden und wenig Kalk. Ihre Wurzeln vertragen keine Hitze. Man sollte sie regelmäßig wässern und schwach düngen. Düngeschocks sowie alle anderen krassen, plötzlich auftretenden Veränderungen der Umweltbedingungen vertragen Kamelien nicht. Im harmlosesten Fall werfen sie schlagartig alle Blütenknospen ab, manchmal geht die Pflanze aber ein. In Wintergärten wird besonders Überhitzung gefährlich, desgleichen der Beginn der Heizperiode bzw. die damit verbundene trockene Luft.
Gelbe, chlorotische Blätter weisen auf Staunässe oder zu viel Kalk im Boden hin. Ist Letzteres der Fall, kann man einen Spuren-Elementdünger spritzen und das Gießwasser enthärten. Hat man mehrere Pflanzen, lohnt ein Rhododendron-Dünger.
Kamelien kann man fast beliebig schneiden, üblich ist ein harter Formschnitt nach der Blüte. Im Sommer kürzt man herausschießende Triebe ein, man kann sie zusätzlich einmal entspitzen.
Überwinterung: Wichtig neben den kühlen Nachttemperaturen ist eine hohe relative Luftfeuchte – unter 50 % sollte sie nicht liegen. Temperaturen bis ca. –5°C werden von allen Sorten problemlos vertragen. Auf gar keinen Fall zimmerwarm und/oder lufttrocken! Beim Ausräumen müssen die Pflanzen zuerst schattig aufgestellt werden, die Gefahr von Sonnenbrand ist groß.
Besonderheiten/Tipps: Wer über weiches Wasser oder Regenwasser verfügt, sollte Kamelien damit gießen. Doch auch bei hartem Wasser gibt es ein schlichtes Rezept: Schwefelblüte, die es u. a. in Apotheken gibt.
Camellia sasanqua
Diese Art aus Japan blüht – im Unterschied zu C. japonica - in der Regel im Herbst, oft duften sie. Sie werden bis 6 m, ihre Blätter sind meist etwas kleiner, der Wuchs lockerer, die Triebe leicht bogig überhängend. Die einfachen Blüten sind weiß, rosa oder rot, im Herbst. Hier gibt es wieder zahlreiche Sorten in vielen Farben, Spektrum aber nicht ganz so groß wie bei C. japonica. Sie vertragen mehr Sonne. späten um Weihnachten.
Kühl und hell überwintern - nicht in Wohnräumen!
Campsis radicans 'Flava'
Winterharte Kletterpflanze mit großen schwefelgelben Blüten, braucht eine Kletterhilfe. Volle Sonne.
Campsis tagliabuana 'Mme.Galen'
Groß- und reichblühende Auslese. Außen orange
innen scharlachrot. Für vollsonnige Standorte. Winterhart.